Neue Ausstellung: Manete pace; Bleibet im Frieden

Vom 5. Mai bis 12. Juli ist im Museum de Schat van Simpelveld eine neue Ausstellung der deutschen Künstler Uwe Appold und Roger Nyssen zu sehen. Sie ließen sich vom Kriegstagebuch von Schwester Maria Theresia Kummer inspirieren. Unabhängig voneinander schufen sie jeweils eine Serie von zwölf Gemälden, in denen sie Fragmente und Emotionen aus dem Tagebuch auf ihre eigene Weise darstellen.

Schwester Kummer, Mitglied der Kongregation der Schwestern vom Armen Kind Jesus, führte während der letzten zehn Kriegsmonate in Huize Loreto Tagebuch. Als die Kämpfe um Aachen näher rückten, beschrieb sie den Alltag der Klostergemeinschaft, der Dorfbewohner und der Soldaten in einer zunehmend vom Krieg geprägten Region.

Ihre bewegenden Aufzeichnungen wurden in dem Buch Echo uit Huize Loreto (Donné Jaegers, Simpelveld-Bocholtz Local History Association) festgehalten.

„Nachmittags, beim Abwaschen, stürzte plötzlich ein Stück der Hausfassade direkt vor den Fenstern des Speisesaals ein. … Soldaten mit Maschinengewehren standen vor unserem Haus. … Dann heulte auch die Sirene im Dorf, und bald hörten wir überall Kreischen und Knarren.“

Solche Erlebnisse bilden die historische Grundlage für die Gemälde dieser Ausstellung. Appold und Nyssen interpretieren diese persönlichen Zeugnisse in ihren Werken jeweils auf ihre eigene Weise.

So vereint die Ausstellung eine historische Stimme und zeitgenössische Kunst zu einer zeitlosen und aktuellen Botschaft: Bewahrt Frieden.